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Mai 2011 "Ökumenische Reise Brandenburg und Sachsen"




Zuerst einmal vielen Dank an das Organisationsteam (alphabetisch) : Dieter Bertz, Bernd Dittrich, Gerd Lammert und Herbert Luicke. Deren Vorarbeit war profeßionell.
1. Tag: Nachdem wir unser Hotel in Cottbus bezogen hatten war um 16:00 Uhr eine Stadtführung angesagt. Wir waren in 3 Gruppen aufgeteilt und somit konnte jeder alles verstehen.
2. Tag: Fahrt mit unserem Bus in den Spreewald. Unsere Reiseleiterin war große Spitze. Besuch der Spreewaldgemeinde Burg und Straupitz mit der renovierten Schinkelkirche. Hier Andacht und anschließend Einladung in das kleine Gemeindehaus zu Kaffe und Kuchen. Vom Pfarrerehepaar und 2 Damen aus dem Presbyterium erfuhren wir über persönliche Schicksale viel über das Leben von Christen in der DDR. Ein guter Nachmittag.
Danach besuchten wir eine Windmühle, die je nach Bedarf Getreide mahlen, Holz sägen und das bekannte Lausitzer Leinöl herstellen konnte. Eine Kahnfahrt durch die Kanäle des Spreewaldes war der krönende Abschluß des Tages.
3. Tag: Bei gutem Wetter war zuerst ein Besuch bei der Gurkenfabrik RABE in Boblitz auf dem Programm. Da zur Zeit keine Gurken geerntet werden lernten wir die Ernte und Produktion leider nur in einem Film kennen.Die Firmengeschichte war aber ganz typisch für diese Landschaft. Aus kleinen Betrieben wurden gesunde Mittelständische Unternehmen mit Angestellten die schon lange in der Firma sind. Das war auch bei unserem nächsten Besuch der Fall: Kirchers Brauerei in Drebkau.Eine kleine Brauerei mit Gastronomie und Storchennest auf einem stillgelegten Fabrikschornstein. Man konnte auf einem Monitor im Außchank das Leben im Storchennest über eine Kamera beobachten. Das ist auch hier im Internet möglich unter:

http://www.kircher-brauhaus.de/de/brauhaus/storchennest-live-kamera.html

Zur Kaffeezeit folgte der Besuch einer kleinen Schokoladenfabrik. Ein belgisches Ehepaar hat diese Fabrik als 2 Mann Betrieb gegründet. Hier werden aus bester belgischer Rohschokolade Pralinen und andere Spezialitäten hergestellt. Sogar BVB Fußballer aus Schokolade konnte man dort kaufen. Die Firma hat mittlerweile 50 Angestellte. Den Arbeitsprozess; konten wir aus hygienischen Gründen nur durch Glaßcheiben beobachten. Auf der Heimfahrt hielten wir noch an einem Braunkohlen Tagebau, der zum Kraftwerk "Schwarze Pumpe" des VATTENFALL Konzerns gehört. Es war erschreckend! Eine richtige Mondlandschaft. Ganze Dörfer wurden dazu umgesiedelt. Einige haben die Pflastrung ihres Marktplatzes, andere ihre Kirche mitgenommen. Ich wurde traurig bei dem Anblick.
4. Tag: Heute stand Bautzen als erstes Ziel auf dem Programm. Einst "Sächsisches Nürnberg" ist das heutige Bautzen die Stadt der Türme. Hier erlebten wir eine sehr interessante Stadtführung durch den Stadtführer Herrn Heinz Henke. Er hat ein Buch über Simultankirchen geschrieben (Wohngemeinschaft unter deutschen Kirchendächern), da der Dom zu Bautzen eine Simultankirche ist. Das bedeutet, diese Kirche ist durch einen Metallzaun zweigeteilt. Die eine Hälfte wird von der katholischen Kirche, die andere von der evangelischen Kirche genutzt. Es gibt in Deutschland 67 solcher Kirchen; der Dom von Bautzen ist aber die Größte und älteste. Auf der Heimfahrt nach Cottbus hielten wir noch am Kloster Marienstern. Leider hatten wir auf dieser großen Anlage keine Führung. Abschluß dieses Tages war der Besuch des sorbischen Friedhofts in Ralbitz. Der Anblick erinnerte mich etwas an den amerikanischen Heldenfriedhof Arlington. Alle Grabkreuze sahen gleich aus und waren genau in Linien aufgestellt. Die ganz klare Aussage: Vor Gott sind wir alle gleich.
Letzter Tag: Am Abreisetag besuchten wir vor der Heimreise noch den Pücklerpark in Branitz. Der Fürst Pückler hat zwar nicht das Pücklereis erfunden, sondern nur serviert, aber er hat einen großen liebevoll gestalteten Park erschaffen.Die Parkführung dauerte gut 1 Stunde, aber wir haben dabei sicherlich nicht alles gesehen.
Um ca 11.00 Uhr ging es dann in Richtung Heimat, um ca. 21.00 waren wir alle wieder in Holzwickede. Alles hat gut geklappt. Diese Busreise war manchmal recht anstrengend, aber wir haben viel dabei mitgenommen und können den 4 Organisatoren nur danken.
(F.Nölting)



Fotos dieser Reise finden Sie, wenn Sie folgendes anklicken:

Ökumenische Reise 2011


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© Ev.Männerkreis Opherdicke - Diese Seite wurde aktualisiert am 26.05.2011 Impressum